„Wir wollen Business-Beschleuniger sein“

17. März 2021

Kathrin van Beek, Director Commercial Management

Kathrin van Beek, Director Commercial Management

Seit Dezember 2020 ist Kathrin van Beek als Director im Geschäftskundenbereich von Telefónica Deutschland / O2 tätig. In ihrer neuen Funktion verantwortet die 39-Jährige das Commercial Management. Wir sprachen mit der langjährigen Telefónica-Managerin über ihren beruflichen Werdegang, die Ziele, die sie mit ihrem neuen Team verfolgt, und die Aufgaben, für die sie besonders brennt.

Kathrin van Beek, Sie sind seit zwölf Jahren im Unternehmen. Ist Ihnen Beständigkeit wichtig?
Als Führungskraft ist mir Beständigkeit in der Tat wichtig. Und zwar in dem Sinne, dass ich zu meinem Wort stehe. Ich nehme für mich in Anspruch, mutig, offen, ehrlich und verlässlich zu sein. Deshalb kann ich mich auch super mit unseren Telefónica-Werten „bold, open and trusted“ identifizieren.

Ihre bisherige Karriere war dahingegen von immer neuen Aufgaben geprägt.
Das stimmt. Seit meinem Start 2009 bin ich alle drei bis vier Jahre in eine neue Funktion gewechselt und habe immer mehr Verantwortung übernommen. Darauf bin ich sehr stolz. Es ist wunderbar, dass ich mich in einer Company, die ich sehr schätze, stetig weiterentwickeln kann. Veränderungen und Herausforderungen treiben mich an.

Dann lassen Sie uns doch kurz die Veränderungen nachzeichnen.
Gestartet bin ich als Business Analystin im CFO-Bereich von E-Plus. 2013 wechselte ich aus dem Controlling in den Vertrieb. Als Managerin im Privatkunden-Bereich habe ich die Pre- und Post-Merger Phase von E-Plus und O2 im Retail begleitet und ein Vertriebssteuerungsteam aufgebaut. Das war eine wahnsinnig lehrreiche und prägende Zeit, denn wir haben aus zwei gewachsenen Unternehmenskulturen eine neue erwachsen lassen. Mit Erfolg, wie ich meine.

Auch bei der darauffolgenden Aufgabe durften Sie Veränderungsprozesse begleiten.
Ab 2017 übernahm ich als Head of die Verantwortung für das Sales Management und Commercial Planning. Hier habe ich mit den Teams das Zusammenwachsen der stationären und digitalen Kanäle unter einem Dach vorangetrieben. Ein wesentlicher Baustein der Telefónica-Omnichannel-Vision ist es, dem Kunden ein einheitliches Nutzungserlebnis mit hoher und fundierter Beratungsqualität über alle Kanäle zu geben. Eine wesentliche Voraussetzung ist es, unseren Neu- und Bestandskunden den nahtlosen Wechsel zwischen den Kanälen zu ermöglichen.

Was erwartet Sie nun als Director?
Eine spannende Aufgabe in einem B2B-Bereich, mit dem wir weiter wachsen wollen und unsere Geschäftskundenkompetenz über Mobilfunk hinaus ausbauen wollen. Hierfür bedarf es Veränderungen. Darum hat es zum 1. März eine kleine Transformation in B2B gegeben: das Zusammenführen der Querschnittsfunktionen wie Sales Enablement, Pre-Sales, Pricing, Prozesse, Customer Service und anderer Themen in einem zentralen Bereich, dem Commercial Management. So versetzen wir die Vertriebseinheiten in die Lage, sich voll und ganz auf den Kunden zu fokussieren.

Was verspricht sich der Geschäftskundenbereich von Telefónica von diesem Schritt?
Das Commercial Management soll sich als Wachstumstreiber verstehen und entsprechend agieren. Das heißt für mich, ich möchte mit meinem Team den Unterschied ausmachen. Wir wollen zum Business-Beschleuniger werden. Wir schärfen unsere Ablaufprozesse und wachsen, indem wir unsere Unternehmensstrategie konsequent umsetzen und dabei kundenzentrisch ganz eng mit den Vertriebsteams in B2B agieren.

Wie wollen Sie und Ihr Team das konkret erreichen?
Wir müssen unser ganzes Wirken am Kunden ausrichten. Das ist sehr wichtig. Nur wenn wir unseren Kunden verstehen, können wir unsere Strategie, unsere Produkte und Prozesse entsprechend ausrichten und klare, messbare Ziele definieren und an die Teams kommunizieren. Best-in-class-Exekution dieser Ziele ist das Stichwort.

Das sind große Ziele. Ist es für Sie da nicht von Nachteil, dass sich derzeit vieles im Arbeitsalltag virtuell abspielt?
Es ist sicher herausfordernd, aus dem Homeoffice heraus in einem völlig neuen Team zu starten. Zum einen richten sich unsere Calls stark an den inhaltlichen Themen aus. Wir fokussieren uns auf unsere Ziele. Dazu definieren wir klare Ergebnisse und Meilensteine. Dabei ist es wichtig, an Teams-Sessions nicht nur teilzunehmen, sondern wirklich präsent zu sein. Das bedeutet für mich: Gut zuhören, viel fragen und immer wieder den Austausch auf Direktorenebene suchen.

Neben regelmäßigen Status-Updates sind mir aber auch gemeinsame Kaffee-Runden und ungezwungener Austausch sehr wichtig, denn der Aufbau von Beziehungen ist via Teams anders und sicher schwerer, das Persönliche darf nicht auf der Strecke bleiben.

Machen Sie in der aktuellen Situation auch Vorteile aus?
Vor Ort zu arbeiten, heißt nicht automatisch produktiver zu sein. Wenn es etwa um konzeptionelles Arbeiten geht, dann kann ich mich im Homeoffice gut abschotten. Insofern war ich schon vor Corona ein Fan der Hybridlösung: Also gerne im Büro präsent sein, aber wenn es passt, dann auch Dinge im Homeoffice vorantreiben.

Für welche Aufgaben brennen Sie eigentlich besonders?
Da mag jetzt vielleicht ein wenig meine Controlling-Vergangenheit zum Tragen kommen, aber ich schätze Aufgaben, bei denen ein klares, messbares Ergebnis erreicht werden kann. Abgesehen davon finde ich es spannend, Prozesse und Strukturen zu hinterfragen, damit wir noch besser werden. Den für mich wesentlichen Bezugspunkt habe ich bereits genannt: unseren Kunden.

Die Kunden sind also Ihr eindeutiges Gravitationszentrum.
So ist es. Die Zufriedenheit des Kunden entscheidet schließlich darüber, ob er uns weiterempfiehlt, ob er mehr kauft und länger bei uns bleibt. Da bin ich wieder beim Mehrwert. Ihn soll der Kunde in uns und unseren Services erkennen. Deshalb steht der Kunde bei uns im Fokus. Das ist kein Marketing-Spruch, das ist meine tiefe Überzeugung, die ich in den letzten Jahren gewonnen habe. Dafür stehe aber nicht nur ich, sondern das ganze Telefónica-Deutschland-Team, egal für welche Kundengruppe verantwortlich. Ich werde mit dem Commercial-Management-Bereich entscheidend dazu beitragen.

Wenn Sie zurückblicken, welche Merkmale haben Sie auf dem Weg in Ihre heutige Position als Director entscheidend vorangebracht?
So banal es sich anhört, aber Verantwortung (End to End) zu übernehmen ist ganz wesentlich. Mir ist es wichtig, Dinge konsequent zu Ende zu bringen und den Unterschied machen zu wollen. Erfolg basiert auf harter Arbeit und Disziplin, dauerhaft. Natürlich muss man auch den Mut haben, sich zu verändern, gepaart mit dem Willen kontinuierlich hinzuzulernen und sich weiterzuentwickeln. Nicht zu vergessen sind Mentoren und Chefs, die einem Vertrauen schenken, Dinge anzugehen, die zunächst eine Nummer zu groß erscheinen.

Sie haben nun verschiedene Bereiche bei Telefónica Deutschland kennengelernt. Was macht für Sie die Mitarbeit im Unternehmen aus?
Wir haben als Team in den letzten Jahren so viel geschafft: Einen Merger, einen Service-Turnaround, ein sehr gutes Netz. Das kann sich absolut sehen lassen, das bestätigen Tests von unabhängiger Seite. Wir geben uns nicht mit Mittelmaß zufrieden, sondern setzen immer noch einen drauf. Wir nehmen uns beständig ambitionierte Ziele vor. Es macht mich sehr stolz, bei Telefónica zu arbeiten und ein Teil davon zu sein.

Was macht Telefónica noch zu einem besonderen Unternehmen?
Für mich ist Telefónica ein durch und durch modernes Unternehmen. Lernen steht bei uns auf allen Ebenen im Vordergrund. Darauf basiert unser Vertrauen in die Fähigkeiten und das Engagement aller. Als Telekommunikationsunternehmen sind wir technologisch und gesellschaftlich ganz nah am Puls der Zeit, bei Privat- wie bei Business-Kunden. Daraus ergeben sich immer reizvolle Herausforderungen. Darüber hinaus finde ich es richtig und wichtig, dass wir sehr nachhaltig arbeiten, Schlagwort „Ökologischer Fußabdruck“, und Diversität nach Kräften fördern.

Und wenn Sie den Rechner am Abend zuklappen, wobei können Sie am besten abschalten?
Derzeit stehen Sport auf meinem Crosstrainer und Wanderungen mit meinem Mann hoch im Kurs. Ich hoffe aber sehr, dass es bald wieder möglich ist, auf Reisen zu gehen und schöne Abende mit langen guten Gesprächen mit Familie und Freunden zu führen.

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