SD-WAN: Das bessere Weitverkehrsnetz

05. Mai 2021

SD-WAN: Das bessere Weitverkehrsnetz

Der Austausch von Informationen und Daten ist für jedes Unternehmen wichtig. Und die Strecke, auf der sie im Zeitalter der Digitalisierung transportiert werden, ist das Weitverkehrsnetz (Wide Area Network, kurz WAN). Als Weiterentwicklung des klassischen WAN gerät das sogenannte SD-WAN immer stärker in den Fokus. Was genau hat es damit auf sich? Wir erklären es in sechs Punkten:

  1. Die Netzwerksteuerung wandert in die Cloud
    SD-WAN steht für Software Defined Wide Area Network. Das bedeutet, dass ein Weitverkehrsnetz, über das verschiedene Standorte eines Unternehmens miteinander verbunden sind, von einer Steuerungsplattform in der Cloud verwaltet wird. Die Bereitstellung und der Betrieb eines SD-WAN erfolgt also virtuell, wobei Software-Anwendungen das zentrale Management des WAN übernehmen. Vom Überwachen des Datenverkehrs bis hin zu dessen Routing und Priorisierung.
     
  2. Zur Standleitung kommen weitere Optionen hinzu
    Die heutigen Anforderungen an ein Unternehmensnetzwerk sind andere als noch vor zehn Jahren und sie bieten deutlich mehr Möglichkeiten. Mobiles Arbeiten und webgestützte Applikationen wie Software as a Service (SaaS) führen in vielen Firmen zu einer deutlichen Zunahme an Cloud-Computing. Cloud-Dienste haben für Unternehmen den Vorteil, dass sie mit ihnen rasch auf veränderte Nutzerbedürfnisse eingehen können. Ein per Software gesteuertes SD-WAN folgt diesem Grundgedanken. Etwa indem sich mit ihm verschiedene Netzarten kombinieren lassen: Zusätzlich zur bislang beim WAN vorherrschenden Standleitung sind dies DSL, Kabel oder mobile Netze (LTE, 5G). Das System wählt das für die jeweilige Anwendung passende Netz.
     
  3. Neue Technik bedeutet mehr Vorteile
    Auf dieser Basis lassen sich direkt einige positive Effekte ableiten. Indem das SD-WAN mehr Auswahlmöglichkeiten für den Datenverkehr bietet, erhöht sich für die Unternehmen die Ausfallsicherheit. Außerdem ist ein softwarebasiertes Weitverkehrsnetz deutlich flexibler als die vergleichsweise teure und statische Standleitung, die zudem oft eine lange Laufzeit hat. Ganz im Gegensatz zu beispielsweise DSL-Leitungen, die eine Anbindung von Standorten an das SD-WAN deutlich schneller und günstiger ermöglichen. Zudem lassen sich Änderungen am Netzwerk per Software einfacher und sofort wirksam realisieren, sogar durch das Unternehmen selbst ohne zusätzliches Mitwirken des Netzbetreibers. Auch entfernte Firmenstandorte lassen sich dank SD-WAN bequem ins Unternehmensnetz einbinden. Die Router vor Ort können schon mit geringen IT-Kenntnissen innerhalb weniger Minuten angeschlossen werden, während die eigentliche Konfiguration aus der Ferne erfolgt.
     
  4. Wichtige Daten genießen Vorfahrt
    Das SD-WAN lässt sich über ein zentrales Webportal konfigurieren. Unternehmen können beispielsweise festlegen, welche wichtigen Daten Priorität genießen. Diese lassen sich dann direkt über die Standleitung transferieren. Zeitlich unkritische Daten wie E-Mails oder Webaufrufe können hingegen über DSL, Kabel oder mobile Netze geroutet werden.
     
  5. Geeignet für Unternehmen aller Größen
    In den letzten Jahren galten große Unternehmen mit mehreren (auch internationalen) Standorten als bevorzugte Nutznießer eines SD-WAN, nicht zuletzt wegen zum Teil deutlicher Kostenvorteile gegenüber der klassischen WAN-Vernetzung. Inzwischen ziehen auch kleinere und mittlere Unternehmen SD-WAN für ihr Geschäft in Betracht. Denn auch sie können dank des zentralen Managements Cloud-Dienste wie Office 365, MS Teams oder das Warenwirtschaftssystem SAP Hana einfach und flexibel integrieren sowie von mehreren Standorten aus direkt auf sie zugreifen. Selbst Unternehmen mit nur einem Standort bietet SD-WAN viele Vorteile. Sie profitieren beispielsweise von zusätzlichen Anschlüssen (Glasfaser, DSL, mobile Netze) beim Datenverkehr, wodurch sie ihre Bandbreite steigern und gegen Ausfälle gewappnet sind. Dazu kommt das eigenständige Verwalten und Monitoren der Netzwerkaktivitäten.
     
  6. Mehrwert auch für lokale Netze
    Das zentrale Webportal, mit dem sich das SD-WAN managen lässt, hilft Unternehmen auch bei der Verwaltung lokaler Netze (Wireless LAN und LAN). Das bedeutet, sie können zentral und selbstständig all ihre Netzwerke vom Weitverkehrsnetz bis hin zum WLAN und LAN konfigurieren. Auf diese Weise wachsen die für ein Unternehmen wichtigen Netze zusammen, inklusive einer standortübergreifenden Transparenz, die so bislang nicht gewährleistet war.

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