Datenkommunikation ist der Schlüssel zu den intelligenten Netzen, die die Energiewende braucht. Deshalb spielen Telekommunikationstechnologien für die Unternehmen der Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft eine immer größere Rolle. Auf der E-world 2026, der Leitmesse der europäischen Energiewirtschaft, stieß deshalb insbesondere der neue Mobilfunkstandard 5G RedCap auf großes Interesse, den O2 Business präsentierte. Damit werden viele Vorteile von 5G-Mobilfunk preiswert und massentauglich nutzbar – ein Meilenstein für die Modernisierung der Versorgungsnetze.
Sven Koltermann, Leiter IoT bei O2 Telefónica
„Mit unserem Angebot 5G RedCap gehören wir in Deutschland zu den Vorreitern. Das haben uns Partner und Kunden auf der Messe in vielen Gesprächen gesagt“, erzählt Sven Koltermann, Leiter IoT und Campusnetze von O2 Business, von der E-world 2026.
„Damit sind wir Innovationstreiber in der Telekommunikation und für die Energiewirtschaft, denn die kann mit diesem neuen Standard ihre Anlagen zukunftssicher vernetzen.“
Die Vorteile von 5G RedCap: Der Mobilfunkstandard läuft auf vergleichsweise energiesparsamer, preiswerter Hardware, ermöglicht aber trotzdem zuverlässige und relativ schnelle Kommunikation. Damit ist er für die Steuerung von Versorgungsnetzen bestens geeignet.
5G RedCap im Einsatz: Industrielle Router für effiziente IoT-Konnektivität.
O2 Business kann 5G RedCap bereits heute in seinem Mobilfunknetze zur Verfügung stellen. Auf der E-world stellte der Digitalisierungsexperte nicht nur die besonderen Vorteile von 5G RedCap vor, sondern präsentierte auch konkrete Hardware, die beispielsweise an Messstellen betrieben werden kann, und stellte die Partnerschaften mit Teltonica und ENQT vor.
Als zweiter Meilenstein für den Weg zu intelligenten Netzen galt auf der Messe die neue eSIM für IoT-Anwendungen. Was für moderne Smartphones und Smartwatches im Consumer-Bereich bereits zu einem wichtigen Standard geworden ist, stellt IoT-Anwendungen noch vor besondere Herausforderungen: Wegen ihres hochspezialisierten Einsatzes verfügen IoT-Geräte in der Regel nicht über Kameras, über die beispielsweise QR-Codes zur eSIM eingelesen werden können, oder über Internet-Browser, die einen einfachen Download ermöglichen.
eSIM als Schlüsseltechnologie für sichere, skalierbare O2 Business IoT-Konnektivität und Geräteverwaltung.
Deshalb braucht es neue Lösungen für die eSIM für IoT-Anwendungen. Die sollen zusätzlich den massenhaften Roll-out ermöglichen – denn schnell geht es insbesondere in der Energiewirtschaft um mehrere Zehntausend Geräte, die Kommunikationsverbindungen hergestellt sollen und administriert werden müssen. Die Expert:innen von O2 Business sprachen auf der E-world bereits mit vielen Interessierten, die eine entsprechende Lösung einsetzen wollen.
„Wir treiben die Innovation voran und haben bereits erste Tests gemacht, wie die Übertragung von eSIMs auf IoT-Router funktionieren kann. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bald eine passende Lösung anbieten können“, sagt Koltermann.
Beispiel aus der Praxis: NB-IoT-Ultraschallwasserzähler liefern Daten für Versorger (CSV) und Endkunden (SURU Water-App) über SURU Connect.
Auch ein Thema, das O2 Business bereits im vergangenen Jahr auf der E-world vorgestellt hatte, regte das Interesse der Messeesuchenden: eine Lösung für smarte Wasserzähler. Partner Heitland bietet einen Ultraschallwasserzähler an, die über den per SURU Connect nicht nur den Wasserverbrauch messen, sondern beispielsweise auch Wasserverluste im Leitungssystem sichtbar machen, und das quasi in Echtzeit.
„Das Thema der smarten Wasserzähler nimmt jetzt Fahrt auf“, berichtet Koltermann aus den Gesprächen mit Kund:innen und Interessent:innen.
Für die Vorsorgerbranche hat die E‑world in diesem Jahr ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt: Mehr als 37.000 Fachbesucher:innen trafen in Essen auf 1.136 Aussteller – beides neue Höchstwerte. Die Leitmesse präsentierte die gesamte Bandbreite der Branche in sechs Hallen samt ihrer Galeria – von Erzeugung, Handel, Netzen und Infrastruktur bis zu Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Speicher- und Wasserstofflösungen.
Noch markanter als die Flächen- und Zahlenrekorde entwickelte sich die Internationalität. Erstmals stammten mehr als 30 Prozent der ausstellenden Unternehmen aus dem Ausland. Und auch die Besucherquote aus dem Ausland lag bei rund 30 Prozent – ein Hinweis, dass auch die Versorgerbranche zunehmend international denkt und arbeitet.
Die Botschaft des Veranstalters zum Ende der Messe war eindeutig: Die E‑world ist der Ort, „an dem die Energiewende konkret wird“. Sichtbar war das in dichten Gängen, hochkarätigen Bühnenprogrammen und einem Innovationsareal, dessen Ausstellerzahl und Fläche gegenüber 2025 um rund 40 Prozent zulegten. Dass Digitalisierung und KI in nahezu allen Bereichen omnipräsent waren, ist kein Zufall – ohne belastbare Konnektivität bleiben smarte Netzbetriebe Stückwerk. Für Energieversorger wird Telekommunikation zum strategischen Hebel: für Smart-Meter‑Roll-out, verteilte Sensorik, lastabhängige Steuerung bis hin zu Sicherheit der Netze. Kein Wunder also, dass auch O2 Business als Innovationsführer auf großes Interesse bei den Messebesuchenden stieß.