Business-Magazin

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Von der Neuauflage eines Klassikers bis zum Aufbruch in die Zukunft

09. März 2017

Ein Star des Mobile World Congress (MWC) 2017 in Barcelona war unumstritten die Neuauflage eines Handys, das nicht viel mehr ermöglicht, als zu telefonieren: das Nokia 3310. Während der Handy-Marktführer der Neunziger Jahre mit der Neuauflage eines Klassikers im Rahmen eines gelungenen PR-Coup neue Erfolge erzielen will, richtete die größte Zahl der Aussteller den Blick in die Zukunft: So galten 5G und das Internet der Dinge als die zentralen Themen der diesjährigen Mobilfunkmesse in Barcelona.

Telefon, Smartphone und Laptop

22 Stunden Akkulaufzeit fürs Telefonieren, ein Monat Stand-by-Zeit – das sind die vielleicht beeindruckendsten Eigenschaften des Nokia 3310. Ein Traum für jeden Smartphone-Nutzer, wie der Branchenverband Bitkom gerade erst in einer aktuellen Umfrage ermittelt hat: Auf der Wunschliste für Verbesserungen an Smartphones steht die längere Akkulaufzeit ganz oben. Die Top-Werte des Nokia 3310 in Sachen Akkunutzung können aber natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es eben kein Smartphone, sondern nur ein Feature-Phone ist: Außer Telefonieren ermöglicht es nicht vielmehr als Fotografieren mit mäßiger Zwei-Megapixel-Auflösung, Musikhören und Spieleklassiker auf kleinem Display. Das Nostalgie-Gefühl gibt’s gratis dazu. Für den Business-Einsatz lohnt das vielbeachtete Gerät deshalb wohl vor allem als Zweittelefon, quasi als Telefonier-Fallback-Lösung für Smartphone-Nutzer. Denn gerade die lange Laufzeit mit dem wechselbaren Akku lässt das Nokia 3310 auch dann noch problemlos funktionieren, wenn beim Smartphone nicht mal mehr eine LED blinkt.

Kaum Innovationen auf dem Smartphone-Sektor

Viele Neuheiten des Mobile World Congress punkteten mit deutlichem Business-Nutzen, darunter auch die drei neuen Smartphones von Nokia mit den Modellnamen 3, 5 und 6. Damit deckt das Unternehmen HMD Global, das heute die Markenrechte an Nokia besitzt, die Bandbreite vom Einsteiger- bis zum Mittelklasse-Smartphone ab – immerhin schon mit der neuesten Android-Version 7.1, und zwar in der Google-Originalversion, also ohne Herstellerzusätze. Smartphone-Marktführer Samsung hat in diesem Jahr kein neues Spitzenmodell in Barcelona vorgestellt – das neue Hero wird für Ende März erwartet. Trotzdem konnte der koreanische Konzern mit spannenden Neuheiten aufwarten: zwei 2-in-1-Tablets – also Tablets mit andockbarer Tastatur – in den Größen 10,6 und 12 Zoll mit Namen Galaxy Books. Auf beiden läuft Windows; den größeren Rechner gibt’s auch mit Windows Professional. Bisher steht nicht fest, ob die Geräte in Deutschland überhaupt auf den Markt kommen – anders als beim Galaxy Tab S3, das neue Android-Tablet mit optionaler Stiftbedienung, das unmittelbar nach dem Mobile World Congress hierzulande verfügbar ist.

Dagegen präsentierte Huawei, der chinesische Aufsteiger im Smartphone-Markt, auf dem MWC seine zwei Spitzen-Modelle P10 und P10 Plus, die gerade mit ihren insgesamt drei Kameras als Konkurrenz zu den bisher dominierenden Top-Geräten anderer Hersteller positioniert sind. Ein Highlight dürften die Kameralinsen sein, produziert werden diese vom renommierten Optik-Hersteller Leica.

Für Fans der Tastatureingabe wartete Blackberry mit einer Neuheit auf: Das Keyone basiert auf Android 7 und bietet die bei Blackberry bewährte kleine Tastatur unterhalb des Displays.

Anders bei Sony: Echte Neuheiten im Smartphone-Bereich waren hier nicht zu sehen, dafür aber im Projektorenmarkt: Sony zeigte in Barcelona mit seinem Projektor Xperia Touch einen Beamer mit integriertem Android-System, das entweder per Touch auf der Projektionsfläche oder per Geste gesteuert wird.

Der neue Mobilfunkstandard 5G nimmt Formen an

Die wohl wichtigsten Neuheiten gab es rund um den Mobilfunkstandard der fünften Generation: Inzwischen sind mehr und mehr Spezifikationen von 5G definiert. Im kommenden Jahr sollen weitere Standards allgemein verbindlich festgelegt sein. Und 2020 sollen, nach Erwartung vieler Experten, die ersten 5G-Netze inklusive schnellster Internetverbindungen und kürzester Reaktionszeiten in Betrieb gehen. Das dazu passende, erste (Konzept-)Smartphone für die Gigabit-Mobilfunknetze stellte der chinesische Netzwerkausrüster und Handyhersteller ZTE in Barcelona vor. Netzwerkspezialisten wie ZTE, Huawei und andere wollen aber bereits in diesem Jahr die 5G-Technik an ihre Kunden aus der Telekommunikationsbranche ausliefern, auch wenn noch nicht alle Definitionen des kommenden Standards von der zuständigen internationalen Vereinigung verabschiedet worden sind.

Die Eckdaten von 5G sind beeindruckend: Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde sollen mit der neuen Technologie möglich sein – das entspräche einer Verhundertfachung der Datenrate der heute gängigen LTE -Netze. Eine DVD wäre damit in weniger als vier Sekunden geladen. Auch das Antwortverhalten im Netz soll sich verbessern: Man geht von Reaktionszeiten unterhalb einer Millisekunde aus. Eine weitere Kennzahl, die gerade im Internet der Dinge wichtig ist: Der Stromverbrauch für eine 5G-Mobilfunkverbindung soll um bis zu 90 Prozent sinken. Das 5G-Netz bietet damit die verlässliche Infrastruktur, die nötig ist, um die Milliarden Geräte, von denen die Analysten sprechen, stabil und sicher miteinander kommunizieren zu lassen. Eine erste Anwendung präsentierte Telefónica auf dem MWC: Ein Konzept-Aufbau demonstrierte das Führen eines autonom fahrenden Fahrzeugs in 70 Kilometern Entfernung.

Einen eigenen Pavillon widmeten die Ausrichter in Barcelona dem Internet der Dinge (IoT, Internet of Things). Produkte aus den Bereichen Smart City, Industrie 4.0 und Smart Home – intelligente, vernetzte Anwendungen rücken verstärkt in den Fokus der Mobilfunkbranche. Auch Telefónica engagiert sich in diesem Bereich. Dabei geht es nicht nur um reine Konnektivität, sondern um die intelligente Auswertung von Nutzungsdaten zur cleveren Steuerung von Anwendungen und Angeboten. Telefónica M2M ist dabei das Angebot für Unternehmen, bereits heute die Errungenschaften des Internet der Dinge zu nutzen. Telefónica NEXT richtet seinen Blick hingegen auf die Wachstumsfelder Datenanalyse und IoT und unterstützt Unternehmen mit der neuen Software-Plattform geeny.io dabei, vernetzte Lösungen auch für Endverbraucher anzubieten.

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