Zuletzt aktualisiert am 27.10.2026
Die Herausforderungen der öffentlichen Knappe Budgets, komplexe föderale Strukturen, eine Digitalisierung, die langsamer vorankommt als gewünscht: Die Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung sind bekannt. Dennoch überwog auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin eine andere Stimmung: Aufbruch statt Frust. Diskutiert wurde nicht mehr nur über Defizite, sondern über konkrete Wege zu einer modernen, resilienten Verwaltung.
Die Smart Country Convention hat sich zur zentralen Plattform für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors etabliert. Vom 13. bis 15. Oktober 2026 kamen laut Veranstalter mehr als 30.000 Teilnehmende, gut 650 Aussteller und rund 900 Speaker nach Berlin. Im Mittelpunkt standen Themen wie Verwaltungsdigitalisierung, digitale Sicherheit, Smart Citys, KI- und Cloud-Technologien sowie die Modernisierung staatlicher Strukturen.
Das Team von Telefónica Deutschland am Stand auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin.
Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz von Themen rund um nationale Sicherheit, Datensouveränität und den Schutz kritischer Infrastruktur. Die Diskussionen spiegeln die veränderte Bedrohungslage in Deutschland wider. Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und die zunehmende Verwundbarkeit digitaler Infrastrukturen erhöhen den Druck auf Bund, Länder und Kommunen, ihre Systeme widerstandsfähiger zu gestalten.
Wie groß dieser Handlungsdruck inzwischen ist, war in vielen Gesprächen auf der Messe spürbar, auch am Stand vom Geschäftskundenbereich der Telefónica Deutschland. Hier zeigte sich ein bemerkenswerter Stimmungswechsel: Die Verantwortlichen in Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen wissen, dass Deutschland bei der Digitalisierung aufholen muss. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, Veränderungen aktiv anzugehen und voranzutreiben.
Katrin Burkardt, Group Lead Public Sales bei Telefónica Deutschland, dem Unternehmen hinter der Marke O2 Business, fasst das so zusammen: „Aus der Unzufriedenheit entsteht der Aufbruch.“ Viele Gesprächspartner hätten deutlich gemacht, dass sie schneller vorankommen möchten, als die bestehenden Strukturen es teilweise zulassen.
Schwerpunkt vieler Vorträge und Podiumsdiskussionen war die Frage, wie der Staat, wie die Verwaltung auf den verschiedenen Ebenen widerstandsfähiger werden kann. Besonders häufig ging es um den Schutz kritischer Infrastruktur, also jener Einrichtungen und Dienste, auf die Gesellschaft und Wirtschaft angewiesen sind. Dazu zählen kommunale Versorgungsnetze, Kommunikationsnetze, Verwaltungsstrukturen, Gesundheitseinrichtungen, Sicherheitsbehörden oder Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes. Gleichzeitig rückt die Absicherung digitaler Systeme stärker in den Fokus. Resilienz bedeutet heute nicht mehr nur Ausfallsicherheit, sondern auch die Fähigkeit, auf Störungen und Angriffe schnell reagieren zu können und den Betrieb sicherzustellen.
Jan Harmssen aus dem Account Management von Telefónica Deutschland beobachtete auf der Smart Country Convention, dass insbesondere Vorträge und Diskussionen über Redundanzen, resiliente Rechenzentren und die Versorgungssicherheit großen Zuspruch erhielten. „Der Schutz kritischer Infrastruktur ist längst kein Spezialthema mehr, sondern eine zentrale Aufgabe von Verwaltung und öffentlicher Hand“, fasst er zusammen.
Am Stand von Telefónica Deutschland standen konkrete Anwendungsfälle für die Digitalisierung und die Vernetzung von Verwaltung und öffentlicher Hand im Mittelpunkt.
Data Center Housing stieß auf großes Interesse: die Standorte der Rechenzentren in Deutschland.
Auf großes Interesse stieß das Thema Data Center Housing. Viele öffentliche Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, ihre Rechenzentrumsstrukturen modernisieren und zugleich steigende Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit erfüllen zu müssen. Telefónica Deutschland bietet dafür ein differenziertes Lösungsportfolio von gemanagter Rechenzentrumsfläche bis hin zum modularen Rechenzentrum im kompakten Container direkt am Kundenstandort.
Ein zweites Themenfeld war die Weiterentwicklung moderner Kommunikationslösungen. Im Fokus standen dabei Cloud Contact Center und KI-gestützte Anrufsysteme, wie O2 Business Digital Phone sie möglich macht. Sie können Verwaltungen dabei unterstützen, Bürgeranfragen effizienter zu bearbeiten und Mitarbeitende von Routinetätigkeiten zu entlasten.
5G-Campusnetze als Grundlage für neue Sicherheitsanwendungen – etwa die Koordination von Drohneneinsätzen.
Ein dritter Schwerpunkt der Smart Country Convention beschäftigte sich mit allem rund ums Internet der Dinge. Die Vernetzung von Sensoren und Geräten gewinnt an Bedeutung, etwa für kommunale Infrastruktur oder Smart-City-Anwendungen. 5G RedCap eröffnet hierfür neue wirtschaftliche Lösungswege. Neben terrestrischen Netzen spielen dabei künftig auch satellitengestützte Verbindungen eine wachsende Rolle.
Der vierte Anwendungsbereich betraf private 5G-Campusnetze. Sie ermöglichen eine sichere und leistungsfähige Kommunikation für öffentliche Einrichtungen oder kritische Infrastrukturen und können gleichzeitig die Grundlage für neue Sicherheitsanwendungen wie zuverlässige Drohnensteuerung und Überwachung größerer Geländestrukturen bilden.
Data Center Housing – von gemanagter Rechenzentrumsfläche bis zum modularen Rechenzentrum im Container am Kundenstandort.
Moderne Kommunikation – Cloud Contact Center und KI-gestützte Anrufsysteme entlasten Mitarbeitende von Routinetätigkeiten.
Internet der Dinge – 5G RedCap und satellitengestützte Verbindungen für kommunale Infrastruktur und Smart-City-Anwendungen.
5G-Campusnetze – sichere Kommunikation für kritische Infrastruktur, Grundlage auch für Drohnensteuerung und Geländeüberwachung.
Besonders bemerkenswert war die Wahrnehmung von O2 Business auf der Veranstaltung. Während die Marke in der Vergangenheit häufig vor allem mit Mobilfunk in Verbindung gebracht wurde, standen diesmal digitale Infrastrukturen, Sicherheit und Digitalisierungsthemen im Vordergrund.
„Wir sind nicht mit einem Bauchladen gekommen“, sagt denn auch Katrin Burkardt über die Präsentation von O2 Business auf der Smart Country Convention. „Wir hören zu, verstehen die Herausforderungen und richten unsere Lösungen daran aus. Wir sind ein breit aufgestellter Digitalisierungspartner der öffentlichen Hand.“
Dieser Ansatz traf offenbar einen Nerv. Viele Besucherinnen und Besucher suchten weniger nach einzelnen Produkten als nach Partnern, die die komplexen Anforderungen öffentlicher Organisationen verstehen. Gerade bei Themen wie Digitalisierung der Verwaltung, IT-Sicherheit in Behörden oder Schutz kritischer Infrastruktur reicht Technologie allein nicht aus. Gefragt sind langfristige Konzepte und verlässliche Zusammenarbeit.
Die Smart Country Convention 2026 hat vor allem eines deutlich gemacht: Die Bereitschaft zur Veränderung ist vorhanden. Bund, Länder und Kommunen erkennen die Dringlichkeit der Staatsmodernisierung und die Notwendigkeit digitaler Resilienz.
Gleichzeitig bleibt der Weg anspruchsvoll. Föderale Zuständigkeiten, regulatorische Anforderungen und begrenzte Ressourcen erschweren vielerorts die Umsetzung. Doch die Gespräche auf der Smart Country Convention zeigten auch, dass der Fokus zunehmend auf Lösungen liegt. Der öffentliche Sektor will den Wandel aktiv gestalten. Der Ausbau digitaler Sicherheit, die Modernisierung von Infrastrukturen und die Stärkung der Resilienz stehen dabei ganz oben auf der Agenda. Die Smart Country Convention 2026 hat damit weniger von Problemen erzählt als von Möglichkeiten. Oder anders gesagt: raus aus dem Frust, rein in die Zukunft. Telefónica Deutschland ist dafür der passende Partner.
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Die Smart Country Convention ist die zentrale Messe und Kongressveranstaltung für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland. Sie fand 2026 vom 13. bis 15. Oktober auf dem Messegelände Berlin statt – nach Veranstalterangaben mit mehr als 30.000 Teilnehmenden, rund 650 Ausstellern und 900 Speakern.
IT-Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer IT-Infrastruktur, Störungen, Cyberangriffe oder technische Ausfälle zu verkraften, wesentliche Dienste aufrechtzuerhalten und den Normalbetrieb schnell wiederherzustellen. Sie geht damit über IT-Sicherheit hinaus: Diese schützt vor Angriffen, Resilienz sorgt dafür, dass der Betrieb auch bei einem Teilausfall weiterläuft.
Dazu gehören Einrichtungen und Dienste, auf die Gesellschaft und Wirtschaft angewiesen sind: kommunale Versorgungsnetze, Kommunikationsnetze, Verwaltungsstrukturen, Gesundheitseinrichtungen, Sicherheitsbehörden und Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes.
Gefragt sind vor allem vier Felder: moderne Rechenzentrumsstrukturen, Kommunikationslösungen zur Entlastung der Verwaltung, vernetzte Sensorik für kommunale Infrastruktur und sichere private Netze für kritische Einrichtungen.
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