Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026
5G und LTE bestimmen heute maßgeblich den Mobilfunk. Beide Mobilfunkstandards sorgen für schnelle Datenverbindungen in unterschiedlichen Netzen – unterscheiden sich aber deutlich bei Geschwindigkeit, Reichweite und genutzten Frequenzen. Warum LTE trotz 5G-Ausbau noch lange nicht ausgedient hat, lesen Sie hier.
Die Mobilfunktechnologie hat sich von frühen Standards wie 2G bis hin zum heutigen 5G kontinuierlich weiterentwickelt.
LTE (Long Term Evolution) gilt dabei als wichtiger Zwischenschritt und wird häufig als 3.9G bezeichnet, da es ursprünglich nicht alle Anforderungen des vollständigen 4G-Standards erfüllte. In Deutschland erreicht LTE im Mobilfunknetz Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s. Der offizielle 4G-Standard IMT-Advanced wurde erst 2014 mit LTE-Advanced eingeführt. Im Alltag werden LTE und 4G jedoch meist synonym verwendet.
5G ist die fünfte Generation der Mobilfunkstandards und wird seit 2019 auch in Deutschland ausgebaut. Häufig kommt dabei Dynamic Spectrum Sharing (DSS) zum Einsatz, bei dem LTE und 5G dieselben Frequenzen nutzen. Das ermöglicht eine schnelle Verfügbarkeit von 5G, begrenzt die erreichbaren Geschwindigkeiten jedoch häufig auf LTE-Niveau.
Die technischen Unterschiede zwischen LTE und 5G zeigen sich vor allem bei Geschwindigkeit, der Latenz, der Netzkapazität sowie bei der Nutzung unterschiedlicher Frequenzbereiche:
| LTE | 4G (LTE-A) | 5G | |
| Geschwindigkeit | bis zu 300 MBit/s | bis zu 1 GBit/s | bis zu 10 GBit/s |
| Latenz | ca. 10 - 30 ms | <1 ms | |
Für Unternehmen ist 5G ein zentraler Treiber der Digitalisierung und von Industrie 4.0. Der Mobilfunkstandard ermöglicht die Vernetzung kompletter Produktionsstätten, effizientere Logistikprozesse sowie neue Sicherheits- und Automatisierungskonzepte. Auch in der Landwirtschaft eröffnet 5G durch hohe Datenraten und stabile Netze neue Einsatzmöglichkeiten, etwa im Bereich Smart Farming.
Viele Unternehmen setzen deshalb auf ein eigenes 5G-Campusnetz. Dabei handelt es sich um ein lokales betriebenes, nicht öffentliches 5G-Mobilfunknetz, das unabhängig vom öffentlichen Mobilfunk funktioniert. Die Bundesnetzagentur stellt hierfür Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz bereit. Campusnetze lassen sich flexibel aufbauen und gezielt an die individuellen Anforderungen eines Betriebs anpassen.
Der Wechsel auf 5G bringt zahlreiche Vorteile, stellt Unternehmen jedoch auch vor neue Herausforderungen. Dazu zählen:
Welche Hürden in welchem Ausmaß für Sie relevant werden, hängt davon ab, in welchem Umfang Sie 5G implementieren möchten. Ein Campusnetz birgt mehr Herausforderungen als die Anschaffung 5G-fähiger Endgeräte. Das Service-Team Ihres Mobilfunkanbieters unterstützt Sie in jedem Fall dabei, die Herausforderungen zu bewältigen.
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Nicht zwingend. In der Praxis hängt die Geschwindigkeit von Faktoren wie Netzabdeckung, genutztem Frequenzband, Auslastung der Funkzelle und der eingesetzten Technik ab. In Regionen, in denen 5G im Low-Band oder per Dynamic Spectrum Sharing betrieben wird, können LTE und 5G ähnliche Geschwindigkeiten erreichen.
LTE bleibt auch langfristig ein wichtiger Bestandteil der Mobilfunknetze. Es dient als Fallback-Technologie, sorgt für eine flächendeckende Grundversorgung und ist insbesondere in ländlichen Regionen weiterhin unverzichtbar. Viele Netze setzen auch künftig auf ein Zusammenspiel von LTE und 5G.
Ja, moderne Mobilfunknetze und Endgeräte unterstützen den parallelen Einsatz von LTE und 5G. Technologien wie Carrier Aggregation oder Dynamic Spectrum Sharing ermöglichen es, beide Standards effizient zu kombinieren und so Reichweite und Performance zu optimieren.
Pro übertragenem Datenvolumen ist 5G effizienter als LTE. Allerdings kann der Energieverbrauch insgesamt steigen, wenn mehr Geräte vernetzt sind und größere Datenmengen übertragen werden. Moderne 5G-Netze setzen daher verstärkt auf energieeffiziente Technologien.
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