03.06.2026
Daten sind ein wichtiger Rohstoff des 21. Jahrhunderts. In unserer zunehmend digitalisierten Welt fallen sekündlich enorme Mengen an Informationen an, die man allgemein als Big Data bezeichnet. Diese Daten können die Basis für fundierte Geschäftsentscheidungen bilden, vorausgesetzt, Unternehmen können sie strukturieren und nutzbar machen. Wir zeigen, welche Anwendungsbereiche es gibt und welche Vorteile Sie erzielen können.
Der Begriff Big Data beschreibt enorme Datenmengen, die sich durch ihre Größe, Komplexität und die Geschwindigkeit ihrer Entstehung auszeichnen. Diese Daten stammen aus verschiedensten Quellen wie sozialen Medien, Sensoren des Internet of Things (IoT), mobilen Endgeräten oder Transaktionssystemen.
Big Data wird häufig über die 5 V definiert, die wir im folgenden Abschnitt vorstellen.
Da diese Datensätze oft unstrukturiert (z. B. Texte, E-Mails, Videos, Bilder) oder semistrukturiert (z. B. Sensordaten, XML, JSON) vorliegen, stoßen klassische Datenbanken bei der Speicherung und Verarbeitung dieser Daten schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.
Der Begriff Big Data kann auch weiter gefasst werden: Neben seiner ursprünglichen Bedeutung umfasst Big Data mittlerweile auch Technologien, die dabei helfen, große Datenmengen besser zu verarbeiten und zu interpretieren.
Unternehmen nutzen Big Data, um Muster, Korrelationen und Markttrends zu identifizieren. Dabei geht es nicht nur um die Masse an Informationen, sondern um die Fähigkeit, aus diesen Rohdaten wertvolle Erkenntnisse für die strategische Ausrichtung zu gewinnen.
Durch moderne Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) , Cloud-Computing und In-Memory-Verfahren lassen sich diese Informationen effizient auswerten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und Prozesse zu optimieren.
Big Data wird klassisch über die sogenannten 3 V definiert: Volume (Datenmenge), Velocity (Geschwindigkeit) und Variety (Vielfalt). Häufig werden zwei weitere Kriterien ergänzt: Veracity (Datenqualität) und Value (Mehrwert).
Erst durch die Verknüpfung dieser fünf Faktoren entsteht ein ganzheitliches Big-Data-Konzept, das die Informationen in sogenannte Smart Data umwandelt.
Der Prozess beginnt mit der Datenerfassung aus heterogenen Quellen. Dabei fallen sowohl strukturierte Firmendaten als auch unstrukturierte Audio- oder Videodateien an. Diese Rohdaten landen häufig in einem sogenannten Data Lake, einem zentralen Speicher für Daten in ihrem nativen Format.
Im Gegensatz zum klassischen Data Warehouse, bei dem Daten bereits vor der Speicherung aufbereitet werden, landen die Rohdaten im Data Lake zunächst unverändert. Das erhöht die Flexibilität – die Bereinigung und Transformation (Data Preparation) erfolgt erst kurz vor der Analyse.
In der Phase der Datenverarbeitung und Analyse kommen beispielsweise Open-Source-Frameworks wie Apache Hadoop oder Apache Spark zum Einsatz, die Aufgaben auf viele Rechnerknoten verteilen. Während Hadoop primär für die Stapelverarbeitung großer Datenmengen bekannt ist, ermöglicht Spark durch In-Memory-Technologie Analysen nahezu in Echtzeit. Algorithmen für maschinelles Lernen suchen in diesen Datenmengen nach Anomalien oder Trends, die Unternehmen dann in Dashboards visualisieren können.
Die systematische Auswertung großer Datenmengen bietet Unternehmen branchenübergreifend signifikante Vorteile:
Diese Vorteile entfalten sich in einer Vielzahl von Branchen. Hier einige Beispiele:
Obwohl der Begriff Big Data erst zu Beginn der 2000er Jahre populär wurde, reicht die Geschichte des Datensammelns weit zurück. Bereits in den 1940er Jahren schätzte der Bibliothekar Fremont Rider, dass sich der Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken alle 16 Jahre verdoppelt.
Mit der Einführung von Magnetbändern und später Festplatten stieg die Kapazität zur digitalen Archivierung massiv an.
Wer genau den Begriff Big Data geprägt hat, ist nicht eindeutig zu klären. Erstmals popularisiert wurde er sehr wahrscheinlich in den 1990ern vom Wissenschaftler John Mashey. Er beschrieb damit massive Datensätze, die mit üblichen Methoden nicht verarbeitbar waren.
Ein Meilenstein war das Jahr 2001, als der Analyst Doug Laney drei zentrale Dimensionen des Datenmanagements beschrieb: Volume, Velocity und Variety. Diese 3 Vs wurden später zum Standardmodell für Big Data. Kurz darauf revolutionierten die Entwicklung des Google File Systems und das davon inspirierte Framework Hadoop die Art und Weise, wie Daten verteilt gespeichert werden.
Heute befinden wir uns im Zeitalter des Cloud-Computing, in dem Speicher und Rechenleistung enorm skalierbar sind und künstliche Intelligenz die Analyse zunehmend automatisiert.
Big Data …
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Unternehmen aller Branchen setzen auf Datenanalysen. Darunter die Fertigungsindustrie, der Online-Handel sowie Behörden und Forschungseinrichtungen,.
Die Merkmale umfassen
Anwendungen reichen von der personalisierten Werbung über die Optimierung von Lieferketten bis hin zur Diagnoseunterstützung in der Medizin. Die Vorteile liegen z. B. in der Effizienzsteigerung, datenbasierten Entscheidungen und innovativen Geschäftsmodellen.
Die Technologie ermöglicht es, in einer komplexen Welt informierte, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und neue Geschäftsmodell auf Basis von Fakten, statt Vermutungen zu entwickeln.
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