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Cloud-Computing einfach erklärt

Zuletzt aktualisiert am 28.09.2026

Künstlerische Darstellung einer digitalen Cloud, die Zugriff auf Ressourcen weltweit ermöglicht

Mit Cloud-Computing greifen alle Beschäftigten in Ihrem Unternehmen über das Internet auf gemeinsame IT-Ressourcen zu. So nutzen Sie eine besonders flexible Lösung. Bei Bedarf können Sie diese IT-Ressourcen schnell, einfach und kostengünstig skalieren – so, wie es wechselnde Anforderungen in Ihrem Betrieb erfordern.

Was ist Cloud-Computing und wie funktioniert es?

Immer mehr Unternehmen integrieren Maßnahmen aus dem Bereich Cloud-Computing in ihren Arbeitsalltag. Aus gutem Grund – denn Cloud-Computing steht für eine schnell skalierbare und einfach nutzbare IT-Infrastruktur, auf die Ihr Unternehmen und Ihre Beschäftigten via Internet zugreifen. Der Vorteil: Sie müssen die Infrastruktur nicht erwerben, sondern können sie einfach mieten. Cloud-Lösungen umfassen eine Vielzahl von Diensten und Ressourcen. Dazu zählen etwa:

  • Rechenleistung
  • Speicher
  • Datenbanken
  • Anwendungen

Die Grundidee des Cloud-Computing: Nicht Ihr Unternehmen selbst hält Kapazitäten vor, sondern Cloud-Anbieter stellen Server und IT-Ressourcen in einem zentralen Rechenzentrum bereit. Diese Ressourcen können Ihre Mitarbeitenden und Kunden über das Internet nutzen.

Autorisierte Nutzerinnen und Nutzer greifen dabei je nach Berechtigung über internetfähige Endgeräte auf Anwendungen, Daten und weitere IT-Systeme zu. So kann Ihre Belegschaft z. B. eine Cloud-Telefonanlage nutzen. Dabei dient das Internet als Übertragungsmedium für die Gespräche.

Vorteile und Nachteile von Cloud-Computing

Cloud-Computing bietet Unternehmen zahlreiche Vorteil, hält aber auch Herausforderungen bereit. Wir haben die wesentlichen Vorteile und Nachteile übersichtlich zusammengefasst.

Cloud-Computing: Vorteile

  • Skalierbarkeit: Passen Sie Ihre IT-Infrastruktur schnell und einfach an sich ändernde Rahmenbedingungen an. Sie können so schnell reagieren, wie sich die Umstände in Ihrem Geschäft ändern.
  • Kosteneffizienz: Dank Cloud-Computing müssen Sie weder Server noch andere teure Hardware anschaffen und warten. So senken Sie die Kosten und gewinnen neuen finanziellen Spielraum für Investitionen an anderer Stelle.
  • Flexibilität: Ihre Beschäftigten können auf eine Vielzahl von Anwendungen und IT-Ressourcen zugreifen – und zwar bedarfsorientiert, orts- und zeitunabhängig.
  • Zugänglichkeit: Ob vor Ort im Betrieb, mobil im Außendienst oder im Homeoffice – der Zugriff auf Ressourcen in der Cloud ist überall und jederzeit möglich. Das schafft ideale Voraussetzungen für eine nahtlose Zusammenarbeit.
  • Sicherheit: Cloud-Anbieter investieren in eine starke Sicherheitsarchitektur, um Ihr Unternehmen zuverlässig vor Bedrohungen wie Cyberangriffen und Datenschutzverletzungen zu schützen und die für Ihr Geschäft erforderliche Datensicherheit zu gewährleisten. 

Cloud-Computing: Nachteile

  • Abhängigkeit vom Internet: Eine stabile und zuverlässige Internetverbindung ist die Grundvoraussetzung, damit Sie beim Cloud-Computing auf Anwendungen und IT-Ressourcen zugreifen können.
  • Einschränkung bei der Kontrolle: Wenn Sie Ihre IT-Infrastruktur in die Cloud verlagern, geben Sie einen Teil der Kontrolle darüber an Ihren Cloud-Anbieter ab.
  • Einschränkungen bei der Anpassung: Cloud-Lösungen sind in der Regel standardisiert. Vergewissern Sie sich, inwieweit ein Anbieter auch sehr spezielle Anforderungen an die von Ihnen benötigte IT-Infrastruktur umsetzen kann.
  • Kosten: Mit Blick auf die reinen Betriebskosten ist Cloud-Computing oft günstiger als eine eigene IT-Infrastruktur vor Ort im Unternehmen. Je nachdem, welche Ressourcen Sie in Ihrem Unternehmen nutzen und wie häufig das geschieht, können die damit verbundenen Gesamtkosten jedoch höher sein. Deshalb sollten Sie die betreffenden Ressourcen gut kontrollieren und überwachen. Tipp: Schon im Vorfeld sollten Sie sich im Klaren darüber werden, welche Services Ihr Unternehmen nutzen möchte und welche Kosten damit verbunden sind.

Unterschiedliche Cloud-Bereitstellungsmodelle

So unterschiedlich einzelne Unternehmen und komplette Branchen sind, so verschieden sind oft die individuellen IT-Anforderungen. Diesem Anspruch versuchen Cloud-Anbieter mit speziellen Cloud-Modellen gerecht zu werden.

Public Cloud: geteilte Infrastruktur

Ein weit verbreitetes und beliebtes Modell ist die öffentliche Cloud, die Public Cloud. Dabei stellt ein Anbieter mehreren Kunden Cloud-Services über das Internet bereit. Das Angebot steht grundsätzlich jedem offen und die Infrastruktur wird von vielen Kunden gemeinsam genutzt – daher die Bezeichnung. Bei einer Public Cloud nutzen mehrere Kunden die IT-Infrastruktur und Hardware des Providers. Das bedeutet, Sie erhalten in der Regel virtualisierte Hardware.

Wichtig: Auch wenn Sie sich die Infrastruktur mit anderen teilen, sorgen technische Isolationsmechanismen des Anbieters dafür, dass Ihre Daten von anderen Kunden getrennt und vor unbefugten Zugriffen geschützt werden.

Private Cloud: Exklusiver Speicherplatz und Rechenleistung

Private Clouds sind Cloud-Computing-Lösungen, bei denen die Infrastruktur exklusiv durch ein einzelnes Unternehmen genutzt wird (im Unterschied zu Public Clouds). Dabei können Sie auf eigene Hardware setzen oder diese bei einem Provider anmieten.

Das Modell bietet Ihnen mehr Kontrolle über Ihre IT-Infrastruktur als andere Cloud-Computing-Lösungen. Ihr Unternehmen kann eine Private Cloud entweder selbst vor Ort betreiben („On-Premises Private Cloud“) oder auf einen externen Hosting-Provider setzen („Hosted Private Cloud“).

Hybrid Cloud: Das Beste aus zwei Welten

Eine Hybrid Cloud verbindet mindestens eine öffentliche und eine private Cloud-Plattform miteinander. Dadurch profitiert Ihr Unternehmen einerseits von der Kontrolle und Sicherheit einer privaten Lösung, andererseits von der Skalierbarkeit und Flexibilität einer öffentlichen Cloud. Mit einer Hybrid Cloud kann Ihr Unternehmen:

  • in der privaten Cloud sensible Daten, Workloads und Anwendungen geschützt hosten und so Compliance-Anforderungen erfüllen
  • in der öffentlichen Cloud weniger kritische Workloads mit höherem Anspruch an Skalierbarkeit, Flexibilität und Agilität hosten

Multi-Cloud: Stark durch viele Schultern

Eine Multi-Cloud ist ein Nutzungsmodell, das die Angebote mehrerer Cloud-Service-Provider kombiniert, um Anwendungen und Workloads bereitzustellen. Für Ihr Unternehmen heißt das: noch mehr Flexibilität und Agilität.

Gleichzeitig minimieren Sie Risiken, die durch die Bindung an einen einzigen Anbieter entstehen können (Vendor-Lock-in). Eine effektive Cloud-Management-Strategie für Ihr Unternehmen stellt dabei sicher, dass Sie Ressourcen in verschiedenen Clouds effizient integrieren und verwalten. So betreiben Sie Ihre IT-Infrastruktur jederzeit sicher und leistungsstark. Setzen Sie z. B. auf SD-WAN, um die Netzwerkverbindung zwischen lokalen Standorten Ihres Unternehmens und Cloud-Plattformen zu optimieren.

Diese Arten von Cloud-Services gibt es

Cloud-Anbieter stellen genutzte Ressourcen in der Regel in Form von Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) oder Software-as-a-Service (SaaS) bereit. Die drei Servicemodelle IaaS, PaaS und SaaS unterscheiden sich vor allem danach, welche Teile der IT-Infrastruktur der Provider verwaltet und welche Aufgaben beim Unternehmen bleiben.

Software-as-a-Service: Keine Installation nötig

SaaS stellt Software in der Cloud bereit, Ihre Beschäftigten können SaaS-Anwendungen einfach via Webbrowser oder App nutzen. Bekannte Beispiele sind E-Mail-Dienste wie Google Mail, CRM-Tools wie Salesforce, der für verteilte Teams entwickelte Instant-Messaging-Dienst Slack und Produktivitätssoftware wie Microsoft 365.

Wesentliche Vorteile von SaaS sind:

  • Kosteneffizienz: Ihr Unternehmen zahlt für den Zugriff auf die Anwendung – entweder über ein Abonnement oder eine nutzungsbasierte Gebühr.
  • Geringer Verwaltungsaufwand: Automatische Updates und Wartung erfolgen durch den Anbieter.
  • Flexibilität und Skalierbarkeit: Ihr Unternehmen kann den Nutzungsumfang schnell anpassen, um auf veränderte Anforderungen zu reagieren.

Platform-as-a-Service: Entwicklung über das Netz

PaaS eignet sich, um Anwendungen zu entwickeln, bereitzustellen und zu skalieren – ohne, dass Sie sich um die Verwaltung der zugrundeliegenden Infrastruktur kümmern müssen. Ihre Entwickler greifen dafür auf eine Plattform mit vorkonfigurierten Infrastruktur-, Laufzeit- und Middleware-Komponenten in der Cloud zu.

Die großen Cloud-Plattformen Microsoft Azure, Google Cloud und AWS bieten jeweils verschiedene PaaS-Dienste an. Zu den typischen Komponenten von PaaS zählen Betriebssysteme, Webserver und Datenbanken sowie weitere Tools, die für die Erstellung und Bereitstellung von Anwendungen erforderlich sind.

PaaS ermöglicht:

  • Einfache und schnelle Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen
  • Hohe Skalierbarkeit und Verfügbarkeit von Anwendungen
  • Kosteneffizienz durch die Nutzung gemeinsamer Infrastruktur und Ressourcen
  • Automatische Aktualisierungen und Wartung der zugrunde liegenden Infrastruktur und Middleware-Komponenten

Infrastructure-as-a-Service: Hardware und Infrastruktur mieten statt kaufen

Dank IaaS kann Ihr Unternehmen Hardware und Infrastruktur mieten und bedarfsabhängig nutzen. Kauf und Wartung der Hardware liegen beim Anbieter, nicht bei Ihnen. Ihre Beschäftigten erhalten Zugang zu einer virtuellen Umgebung, in der Ihr IaaS-Provider die von Ihnen benötigten Ressourcen bereitstellt. Dazu zählen z. B. virtuelle Maschinen (VMs), Speicher und Netzwerkressourcen.

Die Vorteile von IaaS:

  • Problemlose Skalierbarkeit: IaaS lässt sich schnell an veränderte Anforderungen anpassen.
  • Hohe Flexibilität: Sie können die Infrastruktur entsprechend Ihrer spezifischen Erfordernisse nutzen.
  • Kostenersparnis: Kosten für Kauf und Wartung physischer Hardware entfallen.

Sicherheit und Datenschutz in der Cloud

Beim Cloud-Computing sind Datenschutz und Cybersecurity das A und O. Geeignete Sicherheitsmaßnahmen helfen dabei, Risiken wie unbefugten Zugriff, Ausfälle und Datenverlust zu begrenzen. Folgende Aspekte sollten Sie in Ihrem Unternehmen im Blick haben:

  • Datenhoheit: Stellen Sie sicher, dass Sie die Kontrolle über Ihre Daten behalten. Prüfen Sie, ob Ihr Cloud-Provider die datenschutzrechtlichen Anforderungen Ihres Unternehmens und insbesondere die Vorgaben der DSGVO sowie weiterer relevanter Vorschriften erfüllt.
  • Verschlüsselung: Verschlüsseln Sie sensible Geschäftsdaten, um sie zuverlässig vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Das empfiehlt sich sowohl während der Übertragung Ihrer Daten in die Cloud als auch für Ihre bereits in die Cloud hochgeladenen Daten.
  • Zugangssteuerung: Stellen Sie sicher, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf die Daten in der Cloud haben. Nutzen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Zero-Trust-Maßnahmen, um den Zugriff auf Daten zu kontrollieren.
  • Datensicherung: Tragen Sie Sorge dafür, dass Ihre Daten regelmäßig gesichert werden. Richten Sie effektive Wiederherstellungsprozesse für den Fall ein, dass Daten verloren gehen oder beschädigt werden.
  • Auditing und Überwachung: Überwachen Sie Ihre Cloud-Infrastruktur und die Nutzung der Cloud kontinuierlich. Das hilft Ihnen dabei, mögliche Sicherheitsverletzungen schnell zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Compliance: Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen alle relevanten gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit einhält. 

Cloud Native Computing Foundation: Förderer und Unterstützer

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) hat sich auf die Fahne geschrieben, cloud-native Computing flächendeckend zu verbreiten. Die Einrichtung wurde 2015 als Teil der gemeinnützigen Linux Foundation ins Leben gerufen und ist ein zentraler Player der Open-Source-Community. Die CNCF fördert und unterstützt Projekte wie etwa Kubernetes, Prometheus, Envoy und Helm. Außerdem arbeitet sie mit zahlreichen Unternehmen und Entwicklern zusammen.

  • Zu den Zielen der CNCF gehören:
  • Verbesserung der Skalierbarkeit von Anwendungen
  • Optimierung der Zuverlässigkeit von Anwendungen
  • Erhöhung der Effizienz von Entwicklungs- und Bereitstellungsprozessen

Um Anwendern die Implementierung von cloud-nativen Technologien zu erleichtern, bietet die CNCF Schulungen, Zertifizierungen und weitere Ressourcen an. Zudem veranstaltet die Organisation angesehene Open-Source-Entwicklerkonferenzen und bringt laut eigener Aussage die weltbesten Entwickler, Endnutzer und Anbieter zusammen.

Cloud-Computing im Überblick 

  • Mit Cloud-Computing können Sie betriebswirtschaftliche Vorteile realisieren, da Investitionen in die Anschaffung und Wartung von physischer Hardware entfallen.
  • Cloud-Computing kann dazu beitragen, Arbeitsprozesse zu verbessern. Der Zugriff auf Ressourcen erfolgt bedarfsgerecht per Internet, ist zeit- und ortsunabhängig und unterliegt nicht den Beschränkungen einer traditionellen IT-Infrastruktur.
  • Für Ihr Unternehmen relevante Sicherheits- und Datenschutzkriterien sollten bei der Auswahl entsprechender Lösungen eine zentrale Rolle spielen.

Häufig gestellte Fragen

Bekannte Anwendungen aus dem Bereich des Cloud-Computing sind Services für die cloudbasierte Speicherung von Daten wie etwa Google Drive, Dropbox und Microsoft OneDrive. Weitere Beispiele sind Cloud-basierte Sicherheitsdienste wie Microsoft Azure Security und Amazon Web Services Security sowie cloudbasierte KI-Dienste.

Im Wesentlichen beschreibt Cloud-Computing die gemeinsame Nutzung von IT-Ressourcen, die Cloud-Anbieter über das Internet bereitstellen. Diese von Cloud-Service-Providern bereitgestellten Ressourcen ersetzen die traditionelle physische IT-Infrastruktur vor Ort. Mit Cloud-Computing können sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen jeder Größe Sparpotenziale heben und Arbeitsprozesse effizienter gestalten.

Kernfunktion aller Cloud-Computing-Lösungen ist der gemeinsame Zugriff auf bestimmte Ressourcen. Diese Ressourcen können unterschiedlicher Natur sein: Sie reichen von Diensten für die Speicherung von Daten in der Cloud bis zur Bereitstellung virtueller Server und PCs. Grundvoraussetzung hierfür ist eine schnelle, stabile Internetverbindung, die den zuverlässigen Zugriff gewährleistet.

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