Zuletzt aktualisiert am 14.09.2026
Mit As-a-Service-Modellen entlasten Unternehmen ihre IT und reduzieren eigene Aufwände beim Cloud-Computing. Ob Cloud-Infrastruktur, -Plattformen oder -Software: Mit IaaS, PaaS und SaaS stehen verschiedene Cloud-Modelle für Unternehmen zur Auswahl. Wir zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und helfen Ihnen, das passende Modell für Ihre Ansprüche zu finden.
IaaS, PaaS und SaaS sind Cloud-Service-Modelle, die Unternehmen beim Cloud-Computing entlasten. Die Abkürzungen bedeuten:
Cloud-Service-Provider stellen die Modelle bereit. Je nach informationstechnischer Ausstattung, individuellen Anforderungen und IT-Personalstärke kann Ihr Unternehmen verschiedene Komponenten in die eigene Cloud-Infrastruktur einbinden – etwa virtuelle Rechenleistung oder Software-Anwendungen.
Wenn sinnvoll, können Sie sich eine Multi-Cloud-Lösung schaffen, indem Sie Angebote von verschiedenen Cloud-Service-Providern beziehen. Je nach gebuchten Services entsteht hierbei mal mehr, mal weniger Eigenaufwand.
Wenn Ihr Unternehmen kein eigenes Rechenzentrum oder keine eigene IT-Abteilung besitzt, sind Managed-Cloud-Services von Vorteil. Hierbei übernehmen die Provider Verwaltung und Wartung der bereitgestellten Services.
Die drei vorgestellten Service-Modelle decken jeweils einen ganz konkreten Anwendungsfall der Nutzenden ab:
Infrastructure-as-a-Service (IaaS) stellt virtuelle Computing-Ressourcen wie [Server | /magazin/server-definition/, wenn live], Rechenleistung, Speicher und Netzwerke zur Verfügung. Auf dieser Infrastruktur kann Ihr Unternehmen die eigenen Cloud-Lösungen entwickeln und anbieten. Der Provider stellt lediglich die benötigte Hardware und die Virtualisierungsschicht zur Verfügung. Beispiele für IaaS-Angebote sind etwa Amazon EC2, Azure Virtual Machines oder Google Compute Engine.
Platform-as-a-Service (PaaS) bietet Ihren Entwicklern eine Cloud-Plattform bzw. Entwicklungsumgebung, um Anwendungen zu entwickeln oder zu testen. Oftmals sind bei PaaS-Entwicklungstools Betriebssysteme und Datenbanken inklusive. Beispiele für PaaS-Angebote sind etwa Azure App Service und AWS Elastic Beanstalk. Bei Automatisierungsprozessen kann iPaaS (Integration-Platform-as-a-Service) zum Einsatz kommen. Für containerbasierte Anwendungen kann außerdem CaaS (Container-as-a-Service) interessant sein; dieses Modell wird häufig zwischen IaaS und PaaS eingeordnet.
Software-as-a-Service (SaaS) bietet Usern Zugriff auf komplett einsatzbereite Cloud-Software-Anwendungen. Diese sind in der Regel sogenannte Multi-Tenant-Anwendungen, das heißt, sie werden in einer Public Cloud mehreren Nutzern bzw. Mandanten (engl.: Tenants) angeboten. Unternehmen, die diesen Service nutzen, erhalten einen eigenen, mandantenbezogenen Bereich auf der Infrastruktur des Providers. Dieser ist logisch getrennt, sodass andere Kunden keinen Zugriff haben. Microsoft 365 Business ist z. B. so eine Anwendung.
IaaS, PaaS und SaaS basieren grundlegend auf dem As-a-Service-Prinzip. Ob nun eine Cloud-Infrastruktur, eine Plattform oder aber Cloud-Software bereitgestellt wird, der Provider übernimmt je nach Modell bestimmte Aufgaben wie etwa Hardware-Bereitstellung, Wartung, Updates oder IT-Sicherheitsmaßnahmen. Unternehmen sparen dadurch vor allem personelle Kapazitäten und entlasten speziell geschultes IT-Personal. Für Benutzerkonten, Zugriffsrechte und die sichere Nutzung der Anwendungen bleiben Unternehmen jedoch in der Regel selbst verantwortlich.
Alle drei Cloud-Service-Modelle können Sie in der Regel über ein kostenpflichtiges Abomodell beziehen. Zugriff auf die bereitgestellten Ressourcen erlangen Unternehmen über einen Webbrowser oder eine Programmierschnittstelle, eine sogenannte API (Application-Programming-Interface). Üblicherweise stellen Provider die Services über eine Public Cloud oder eine Private Cloud zur Verfügung.
Prinzipiell entlasten alle Cloud-Service-Lösungen die nutzenden Unternehmen. Allerdings gibt es feine Unterschiede, die sich nach der jeweiligen Kontrolle und Verantwortung bemessen, die Provider und Nutzende untereinander aufteilen.
Bei IaaS-Paketen haben Sie sowohl den größten Gestaltungsspielraum als auch Aufwand: Der Anbieter stellt lediglich die Hardware und deren Virtualisierung zur Verfügung. Sie verwalten etwa Datenkonfiguration, Skalierung und Betriebssysteme selbst. IaaS ist somit für Ihr Unternehmen sinnvoll, wenn Sie etwa Rechenressourcen oder Cloud-Speicher benötigen, die Verwaltungs- und Programmierarbeiten aber selbst durchführen können.
Platform-as-a-Service-Lösungen teilen Kontrolle und Verantwortung zwischen Provider und Nutzer ausgewogener auf. Den größten Aufwand mit Hardware-Bereitstellung, Virtualisierung, Betriebssystemen, Middleware, Laufzeiten und Wartung übernimmt der Anbieter. Ihrem Unternehmen obliegen etwa die Anwendungscodes, das Datenmanagement, die Zugriffsrechte und die Konfiguration.
Bei SaaS-Lösungen erhalten Sie das größte Service-Paket. Provider stellen dabei nicht nur die Hardware und deren Virtualisierung bereit, sondern sind auch verantwortlich für Betriebssysteme, Middleware, Laufzeiten, Skalierungen und Anwendungscodes. Sie kümmern sich lediglich um Ihre Daten, deren Konfiguration sowie die Verwaltung von Nutzerkonten und Zugriffsrechten.
Alle drei As-a-Service-Modelle haben ihre Vorteile, aber auch Einschränkungen. Als Faustregel gilt: IaaS bietet die größte Flexibilität, erfordert aber auch das meiste technische Know-how. SaaS reduziert dagegen den Verwaltungsaufwand deutlich, lässt jedoch meist weniger individuelle Anpassungen zu.
Je nachdem, wie viel Kontrolle Sie abgeben möchten und wie Ihre individuellen technischen Voraussetzungen sind, ist die eine oder andere Lösung die richtige für Sie.
Oft bietet es sich an, für verschiedene Anwendungsfälle unterschiedliche Cloud-Service-Modelle zu nutzen. So entstehen Multi-Cloud-Strukturen, die IaaS-, PaaS- und SaaS-Modelle verschiedener Anbieter miteinander kombinieren. So nutzen Sie für jeden Bereich die optimale Lösung, haben allerdings auch einen erhöhten Verwaltungsaufwand.
IaaS, PaaS und SaaS …
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IaaS, PaaS und SaaS sind Cloud-Service-Modelle, die Unternehmen je nach Bedarf entweder eine Cloud-Infrastruktur, eine Cloud-Plattform oder Cloud-Software inklusive Verwaltung und Wartung bieten.
Unter SaaS, PaaS und IaaS versteht man die Cloud-Service-Modelle „Software-as-a-Service“, „Platform-as-a-Service“ und „Infrastructure-as-a-Service“.
Nein, SaaS ist nicht mit Bezeichnungen wie „Cloud“ gleichzusetzen. Cloud-Computing ist vielmehr ein Oberbegriff für verschiedene IT-Dienste, die nicht lokal über das Internet ausgeführt werden. SaaS ist lediglich ein Teilbereich in dieser Kategorie, die sich auf Software (Software-as-a-Service) beschränkt.
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