18.08.2026
Jitter beschreibt zeitliche Schwankungen bei digitalen Signalen oder Datenübertragungen. In Netzwerken bezieht sich Jitter auf schwankende Laufzeiten von Datenpaketen. Dadurch treffen diese Pakete nicht in gleichmäßigen Abständen am Ziel ein. Jitter wird häufig in Millisekunden (ms) angegeben. Ein hoher Wert kann zu Aussetzern, Rucklern oder Verzögerungen führen. Daher gilt: Je geringer der Jitter-Wert, desto besser.
Der Begriff Jitter tritt in verschiedenen technischen Kontexten auf. Die zwei gebräuchlichsten Definitionen stammen aus der Signaltechnik und dem Bereich der IP-Netze.
Eine häufige Ursache für Jitter-Effekte sind überlastete Netzwerkverbindungen. Bei Echtzeitanwendungen treffen Pakete dann zu spät ein und werden nicht mehr rechtzeitig verarbeitet oder wiedergegeben. Mögliche Folgen sind z. B. Aussetzer bei der Internettelefonie oder eine ruckelnde Videoübertragung.
Für Unternehmen ist Jitter besonders relevant, wenn Beschäftigte über das Internet telefonieren, Videokonferenzen führen oder IoT-Geräte in Echtzeit kommunizieren. E-Mails und Dateiübertragungen reagieren in der Regel weniger empfindlich, weil sie im Gegensatz zu Online-Meetings keine Echtzeitkommunikation erfordern.
Ein Jitter-Puffer kann eintreffende Pakete kurz zwischenspeichern und gleichmäßiger ausgeben. Er verringert Schwankungen, erhöht jedoch zugleich die Gesamtverzögerung. Deshalb sollten IT-Verantwortliche Jitter immer zusammen mit Latenz und Paketverlusten bewerten. Entscheidend ist nicht nur eine schnelle Verbindung, sondern eine stabile Paketübertragung für die jeweilige Anwendung.
Für Sprach- und Videoübertragungen gilt ein Jitter von unter 30 ms (Millisekunden) als Richtwert. Welche Werte ausreichen, hängt jedoch vom jeweiligen Einsatzgebiet ab: Anwendungen, Netz und Dienste verarbeiten Schwankungen unterschiedlich gut.
Jitter bedeutet im Deutschen im Kontext von Datennetzwerken „Laufzeitschwankung“ und beschreibt die ungleichmäßigen Ankunftszeiten von Datenpaketen.
Ping beschreibt die gemessene Laufzeit einer Verbindung, häufig als Hin- und Rückweg eines Datenpakets. Jitter zeigt dagegen, wie stark diese Laufzeiten oder Paketankunftszeiten schwanken. Ein niedriger Ping schließt hohen Jitter nicht aus.
Melden Sie sich für den O2 Business Newsletter an und erhalten Sie Informationen zu weiteren Themen, Aktionen und Sonderangeboten für Geschäftskunden.
Passend zum Thema