04.02.2026
Hacker dringen in Ihr Firmennetzwerk ein und greifen auf sensible Unternehmensdaten zu. Was wie ein Albtraum für jedes Unternehmen klingt, kann von Ihnen beauftragt sein. Denn anstatt die Daten zu verkaufen, zeigen ethische Hacker Ihnen, wie sie vorgegangen sind. So können Sie Schwachstellen in Ihren IT-Systemen identifizieren und im Anschluss schließen.
Ein Penetrationstest (kurz: Pentest) ist eine autorisierte Simulation eines Hackerangriffs auf Ihre IT-Infrastruktur. Ethische Hacker nutzen dabei dieselben Werkzeuge und Methoden wie Kriminelle, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Sie handeln in Ihrem Auftrag und nach klaren Regeln.
Ziel eines Pentests ist es, dass die Experten Schwachstellen aufspüren, bevor echte Cyberkriminelle diese ausnutzen können. Daher erhalten Sie abschließend einen detaillierten Plan, wo die Schwachstellen Ihrer IT-Systeme liegen und wie Sie diese Sicherheitslücken schließen.
Grundsätzlich entscheiden Sie, wie viel Vorwissen die Pentester erhalten sollen. Dabei gibt es drei gängige Ansätze:
Die Ansätze unterscheiden sich im Aufwand, den die Sicherheitsexperten betreiben müssen und den damit verbundenen Kosten. Welcher Ansatz speziell für Ihre IT-Systeme und Ihre individuelle Situation der vielversprechendste und wirtschaftlich sinnvollste ist, klären Sie optimalerweise vorab mit den Testern.
Penetrationstests lassen sich neben der obigen Klassifikation auch danach unterscheiden, was die Tester untersuchen sollen.
Pentester nehmen alle möglichen Einfallstore für Angreifer unter die Lupe. Je nach Auftrag kann das Ihre gesamte IT-Infrastruktur umfassen oder sie konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche. Einige geläufige Beispiele:
Die Sicherheitsexperten untersuchen Ihre Webanwendungen wie Online-Shops oder Kundenportale. Sie forschen nach allgemeinen Sicherheitsrisiken und Programmierfehlern, die eine Gefahr darstellen können. Dazu gehören u. a.:
Bei einem Netzwerk-Pentest prüfen die ethischen Hacker Ihre interne Netzwerksicherheit. Dabei untersuchen sie Ihre Netzwerkinfrastruktur inklusive Server, Router und Firewalls. Beispielsweise testen sie …
Bei Pentests für Cloud-Systeme wird besonders auf die dortigen Zugriffsrechte und Schnittstellen geschaut. Cloud-Anbieter treffen in der Regel umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen für Hardware und technische Umsetzung. Allerdings tragen auch Sie einen Teil der Verantwortung. Etwa für die Zugriffsverwaltung und die Konfiguration der Dienste und Schnittstellen.
Bei starken Sicherheitsvorkehrungen ist es für Cyberkriminelle häufig leichter, die Menschen in Ihrem Unternehmen hinters Licht zu führen. Mit Social Engineering-Angriffen wie etwa Phishing verschaffen sie sich Zugangsdaten Ihrer Mitarbeitenden. Deshalb bieten Pentester häufig auch Tests an, mit denen sie die Wachsamkeit Ihrer Belegschaft auf die Probe stellen.
Red Teaming geht über klassische Penetrationstests hinaus, da es die gesamte Verteidigung realitätsnah prüft. Statt isolierter Schwachstellen nutzt das Red Team eine breite Palette an Angriffsvektoren – inklusive Social Engineering und physischer Sicherheit.
Die Experten testen dabei auch den Vor-Ort-Zugang: Sie versuchen etwa, als Dienstleister getarnt in Serverräume einzudringen oder Schließsysteme zu umgehen. Entscheidend ist hierbei die Messung der Reaktionsfähigkeit: Das Red Team prüft, wie schnell Ihr Blue Team (die Verteidigung) den Angriff erkennt und die Notfallpläne aktiviert. Um möglichst präzise Erkenntnisse zur Optimierung Ihrer IT-Sicherheit zu gewinnen, sind Ihre Mitarbeitenden in der Regel nicht über den Test informiert.
Ein professioneller Penetrationstest folgt einem klaren Prozess, damit Ihr Betrieb währenddessen reibungslos weiterläuft:
Moderne KI-gestützte Tools ermöglichen ein zunehmend automatisiertes, kontinuierliches Testen (Continuous Pentesting) statt punktueller Prüfungen. Dennoch bleibt menschliche Expertise für komplexe Logikfehler und Social-Engineering-Szenarien unverzichtbar. Externe Pentester bieten hierbei den entscheidenden Vorteil des unvoreingenommenen „Blicks von außen“ und spezialisiertes Expertenwissen.
Ein regulärer Pentest ist intensiv und liefert punktuell tiefe Einblicke. Es gibt jedoch Vorstufen und Ergänzungen, die möglicherweise besser zu Ihrer individuellen Situation passen:
Ein Penetrationstest (Pentest) …
Für viele Unternehmen kommen für die Überprüfung Ihrer Cybersecurity auch Alternativen wie Vulnerability Scans infrage.
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Penetrationstests simulieren Hackerangriffe. Sie identifiziert Sicherheitslücken und zeigen Ihnen konkret auf, wie Sie Ihre IT-Abwehr stärken können.
Man unterscheidet primär zwischen Black-Box- (kein Vorwissen), Grey-Box- (Teilwissen) und White-Box-Tests (volles Wissen).
Darüber hinaus lassen sich Pentests nach dem Fokus auf spezielle Bereiche Ihrer IT-Infrastruktur klassifizieren. Etwa Netzwerk-Pentests oder Cloud-Pentests.
Zertifizierte IT-Sicherheitsexperten, auch ethische Hacker genannt, führen Pentests durch. Beispielsweise können Sie über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) solche Tests beantragen oder eine Liste zertifizierter Tester einholen.
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