Zuletzt aktualisiert am 09.02.2026
Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Netzwerke effizient zu verwalten und zugleich vor Cyberbedrohungen zu schützen. Mit der wachsenden Zahl vernetzter Standorte, Cloud-Dienste und mobiler Arbeitsplätze steigt auch die Komplexität der IT-Infrastruktur. Secure Access Service Edge (SASE) begegnet diesen Herausforderungen. Hier erfahren Sie mehr.
SASE ermöglicht es Unternehmen, ihre Netzwerksicherheit und -verwaltung zu vereinfachen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur zu erhöhen. Es kann klassische, perimeterbasierte Sicherheitskonzepte ergänzen oder vollständig ersetzen. Erstmals beschrieben wurde der Ansatz 2019 vom Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Gartner.
In der Praxis funktioniert das Konzept so:
Damit eignet sich SASE besonders für Unternehmen mit mobilen Arbeitskonzepten und einer starken Nutzung von Cloud-Services.
Zum Vergleich: Bei klassischen Sicherheitsarchitekturen wird der Datenverkehr meist über zentrale Sicherheitsgeräte in Rechenzentren oder Unternehmensstandorten geleitet. Das kann die Latenz erhöhen, die Performance beeinträchtigen und die Netzwerkarchitektur unnötig komplex machen.
SASE bietet einen zukunftsfähigen Ansatz für die Netzwerksicherheit, der den wachsenden Cyberbedrohungen und der fortschreitenden digitalen Transformation Rechnung trägt. Durch die Integration von Sicherheits- und Netzwerklösungen in einer cloudbasierten Plattform können Sie …
SASE und SSE (Security Service Edge) unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Umfang und Fokus.
SSE kann eigenständig in bestehenden Netzwerkinfrastrukturen verwendet werden. Ebenso ist es möglich, separate SSE und SD-WAN-Lösungen zu kombinieren.
Secure Access Service Edge basiert auf mehreren architektonischen Grundprinzipien, mit denen Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen in einer einheitlichen, cloudbasierten Plattform zusammengeführt werden. Ziel ist es, IT-Infrastrukturen zugleich sicherer, leistungsfähiger und einfacher zu betreiben.
Die Funktionsweise von SASE lässt sich in mehrere Schlüsselbereiche unterteilen, die zusammen ein robustes und flexibles Sicherheits- und Netzwerkframework bilden.
SASE bietet Betrieben jeder Größe – einschließlich kleiner und mittler Unternehmen – eine moderne Möglichkeit, Netzwerke und IT-Sicherheit zentral, flexibel und kosteneffizient zu betreiben. Durch die Integration mehrerer Sicherheits- und Netzwerkdienste in einer cloudbasierten Plattform trägt SASE darüber hinaus zur Optimierung der Anwendungsleistung bei und unterstützt moderne Arbeitsmodelle.
Optimierte Anwendungsleistung: Durch die Nutzung von SD-WAN kann SASE den Netzwerkverkehr dynamisch lenken und optimieren. Dies verbessert die Leistung von Anwendungen, indem es Latenzen reduziert und eine zuverlässige Konnektivität sicherstellt.
Geringere Latenzen: Die dezentrale Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien und die Nutzung von Cloud-Ressourcen und Edge-Computing reduzieren die Latenzen, indem sie den Datenverkehr näher an den Nutzenden verarbeiten. Dies führt zu schnelleren Reaktionszeiten und einer besseren Nutzungserfahrung.
Secure Access Service Edge (SASE) kombiniert sechs Netzwerksicherheits- und WAN-Funktionen in einer einheitlichen, cloudbasierten Lösung. Diese Bausteine greifen ineinander, um sowohl die Konnektivität als auch den Schutz moderner IT-Umgebungen zu optimieren.
SD-WAN ist eine Technologie, die es ermöglicht, Weitverkehrsnetze (WANs) softwaregesteuert zu verwalten und zu optimieren. Durch die Abstraktion der Netzwerkinfrastruktur und die Trennung der Steuerungsebene von der Datenebene bietet SD-WAN eine flexible und kosteneffiziente Möglichkeit, verschiedene Netzwerktechniken und Verbindungen (wie Internet, MPLS, Breitband oder LTE) zu nutzen.
FWaaS bietet umfassenden Schutz auf Netzwerkebene durch die Bereitstellung von Firewall-Funktionalitäten aus der Cloud. Die zentrale Verwaltung erleichtert die Formulierung und Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien. Zudem können FWaaS einfach skaliert und an wachsende Anforderungen angepasst werden.
Ein Secure Web Gateway kontrolliert und filtert den Webverkehr. Es blockiert schädliche Websites, Malware und Phishing-Versuche und sorgt dafür, dass Mitarbeitende sicher auf Internet- und Cloud-Dienste zugreifen können.
Ein Cloud Access Security Broker (CASB) überwacht und steuert die Nutzung von Cloud-Anwendungen. Er setzt Sicherheitsrichtlinien durch, schützt sensible Daten etwa durch Verschlüsselung und erkennt riskantes oder unautorisiertes Nutzerverhalten.
ZTNA folgt dem Prinzip „Never trust, always verify“. Der Zugriff auf Anwendungen wird nur nach erfolgreicher Identitäts- und Kontextprüfung gewährt. Granulare Zugriffsregeln und Micro-Segmentierung stellen sicher, dass Nutzende nur auf genau die Ressourcen zugreifen, die sie für ihre Arbeit benötigen, und begrenzen die Ausbreitung möglicher Angriffe.
DLP-Technologien überwachen und kontrollieren den Datenfluss innerhalb und außerhalb des Unternehmensnetzwerks, um den Verlust sensibler Daten zu verhindern. Sie erkennen Datenlecks, indem sie unautorisierte Datenübertragungen identifizieren und blockieren. Darüber hinaus setzen sie die implementierten Sicherheitsrichtlinien durch, in denen geregelt ist, wie Daten verwendet, gespeichert und übertragen werden dürfen.
Secure Access Service Edge …
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Zu den führenden Anbietern von SASE gehören u. a. Cisco, Palo Alto Networks, VMware, Zscaler und Fortinet. Diese Unternehmen bieten umfassende SASE-Lösungen, die eine Kombination aus Netzwerksicherheits- und WAN-Funktionen bereitstellen.
Da SASE sich aus SD-WAN und SSE zusammensetzt, können Sie diese Komponenten auch von verschiedenen Anbietern beziehen. Beispielsweise könnte das SD-WAN von Fortinet stammen, während die Firma Netskope die SSE-Komponenten liefert. So erhalten Sie die jeweils beste Lösung für das jeweilige Teilgebiet.
Ja, SASE ist besonders gut für kleine und mittlere Unternehmen geeignet, da es eine skalierbare, kosteneffiziente und einfach zu verwaltende Lösung bietet. KMU profitieren von der integrierten Sicherheitsarchitektur, die den Schutz und die Netzwerkverwaltung vereinfacht und gleichzeitig die Flexibilität und Performance erhöht.
Secure Access bezieht sich auf den gesicherten Zugriff auf Netzwerkressourcen, der sicherstellt, dass nur autorisierte Benutzer und Geräte Zugriff erhalten. Dies umfasst Methoden wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), verschlüsselte Verbindungen und strikte Zugangskontrollen, um die Integrität und Sicherheit des Netzwerks zu gewährleisten.
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