04.03.2026
Um die Netzqualität Ihres Mobilfunkanbieters zu prüfen, benötigen Sie keine speziellen technischen Geräte. Ein Smartphone und eine App genügen. Zudem können Sie etwa bei einem Anbieterwechsel vorab online die Netzabdeckung einsehen. Besonders hilfreich: Einige Provider lassen Sie ihr Mobilfunknetz kostenlos testen.
Der erste und einfachste Schritt zur Prüfung der Netzqualität ist ein Blick auf die offiziellen Karten der Netzbetreiber. Diese sind online verfügbar und zeigen Ihnen die Netzabdeckung von 4G/LTE und 5G an Ihrem Standort.
Hier sehen Sie, ob an Ihrer Adresse grundsätzlich eine Versorgung im Innen- und Außenbereich gewährleistet ist. Beachten Sie jedoch, dass es in der Realität zu Abweichungen kommen kann. Hindernisse wie Gebäude, Wälder oder Glasfassaden können die Reichweite beeinflussen.
Einige Mobilfunkanbieter bieten für einen begrenzten Zeitraum kostenlose Test-SIM-Karten an. Damit können Sie das Netz des jeweiligen Anbieters unter realen Bedingungen praktisch testen.
Einen unabhängigen Gesamtüberblick über die Qualität der Mobilfunknetze liefern unabhängige Testberichte und Auszeichnungen von Experten. Einen der wichtigsten Netztests führt die Fachzeitschrift connect jährlich durch.
Auch Magazine wie Chip, Computer Bild und das Smartphone Magazin prüfen regelmäßig die Netzabdeckung und -qualität der Mobilfunkanbieter. Die jeweiligen Testverfahren unterscheiden sich geringfügig. Daher können die Ergebnisse und das Ranking je nach Testaufbau und Gewichtung der einzelnen Disziplinen variieren.
Um die reale Netzqualität prüfen zu können, ist die Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur ein hilfreiches Werkzeug. Sie wird auch Funkloch-App genannt und ermöglicht es Ihnen, die Datenübertragungsrate Ihres Mobilfunkanschlusses unabhängig und neutral zu prüfen. Sie können darin die verfügbare mit der vertraglich zugesicherten Leistung abgleichen und Funklöcher melden.
Die App erfasst neben der Download- und Upload-Geschwindigkeit auch die Latenzzeit, die besonders für Anwendungen wie Videokonferenzen relevant ist. Die Bundesnetzagentur nutzt die erfassten Daten anonymisiert dazu, Netzabdeckung und Funklöcher zu dokumentieren und die Versorgungsauflagen zu kontrollieren. Sie tragen durch die Nutzung also zur Verbesserung der allgemeinen Versorgungsstruktur in Deutschland bei.
Neben der App der Bundesnetzagentur gibt es spezialisierte Anwendungen von Drittanbietern. Tools wie Speedtest von Ookla oder OpenSignal liefern schnelle Ergebnisse und bieten teils zusätzliche Visualisierungen der nächstgelegenen Funkmasten.
Darüber hinaus bieten auch die Mobilfunkanbieter selbst häufig Netztest-Funktionen in den eigenen Service-Apps an. Hier sehen Sie neben der Netzabdeckung auch die Ursache für Netzstörungen, falls welche vorliegen.
Für eine tiefere technische Analyse der Signalstärke bietet sich der integrierte Feldtestmodus Ihres Smartphones an. Anstatt einfacher Balken in der Statusanzeige zeigt dieser Modus den exakten Wert der Signalstäke in Dezibel-Milliwatt (dBm) an.
Alternativ können Sie unter „Einstellungen | Über das Smartphone | SIM-Status“ ebenfalls Informationen zum Netz und die aktuelle Signalstärke einsehen. Beachten Sie, dass der Pfad je nach Hersteller variieren kann.
Prüfen Sie die Netzqualität unter realistischen Bedingungen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.
Um die Netzqualität zu prüfen können Sie …
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Die Karten der Mobilfunknetzbetreiber basieren in der Regel auf mathematischen Modellen. Reale Hindernisse oder eine hohe Anzahl gleichzeitiger Nutzer in einer Funkzelle können die tatsächliche Leistung mindern. Daher empfiehlt es sich, die Netzqualität zu verschiedenen Zeiten (morgens, mittags, abends) zu testen, um ein realistisches Gesamtergebnis zu erhalten.
Für flüssiges Arbeiten ist eine Latenz unter 50 ms und eine Signalstärke von besser als -90 dBm erstrebenswert. Fällt die Signalqualität unter -100 dBm, kann es zu Verbindungsabbrüchen kommen.
Ja, mithilfe von Smart Building-Lösungen oder speziellen Signalverstärkern des Netzbetreibers lassen sich schwache Mobilfunksignale verstärken.
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