18.03.2026
Mobiles Arbeiten gehört für viele Unternehmen zum Alltag. Einige Anwendungen können das mobile Datenvolumen jedoch schnell aufbrauchen. Um unterwegs produktiv zu bleiben, sollten Sie wissen, welche Anwendungen die größten Datenfresser sind und wie Sie den Verbrauch gezielt steuern. So vermeiden Sie Drosselungen in wichtigen Momenten.
Mit einem Hotspot, Tethering oder Multi-SIM können Sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunktarifs auch auf dem Laptop oder Tablet nutzen, um online zu arbeiten. Das macht Firmenhandys im modernen Berufsalltag zu zentralen Arbeitsgeräten.
Wer allerdings häufig mobil arbeitet und beispielsweise Termine bei Kunden wahrnimmt, stellt schnell fest: Bestimmte Tätigkeiten beanspruchen das Datenvolumen des Tarifs besonders stark. An der Spitze stehen Videokonferenzen: Da hierbei Audio- und Videodaten in hoher Qualität und ich Echtzeit übertragen werden, benötigen sie sehr hohe Datenmengen.
Die folgende Liste zeigt Ihnen die durchschnittlichen Verbrauchswerte gängiger beruflicher Anwendungen, damit Sie einschätzen können, wie viel Datenvolumen Sie benötigen:
Auch Social Media kann im beruflichen Kontext einen hohen Datenverbrauch verursachen. Viele Unternehmen betreiben neben ihrer Website eigene Social-Media-Kanäle und veröffentlichen dort regelmäßig Inhalte. Vor allem bei mobiler Content-Produktion und -Veröffentlichung steigt der Datenverbrauch deutlich an – etwa beim Posten von Videos oder Reels direkt von der Baustelle oder aus dem Außendienst.
Videokonferenzen zählen zu den größten Verbrauchern von mobilem Datenvolumen. Ein Gruppenanruf über Microsoft Teams in HD-Qualität verbraucht je nach Anzahl der Teilnehmenden etwa 1,5 bis 2,5 Gigabyte (GB) pro Stunde. Bei Zoom liegt der Verbrauch für HD-Übertragungen bei rund 1,6 GB pro Stunde. Deutlich sparsamer sind reine Audio-Calls über Apps, die lediglich etwa 30 bis 60 Megabyte (MB) pro Stunde beanspruchen.
In vielen Unternehmen ist die Arbeit mit Cloud-Lösungen wie Microsoft OneDrive oder Google Drive essenziell. Dabei verbraucht das Bearbeiten eines Textdokuments kaum Daten, da meist nur Textänderungen synchronisiert werden.
Anders sieht es bei Präsentationen mit hochauflösenden Bildern oder beim Upload und Download von Videos aus: Hier entspricht der Datenverbrauch in der Regel der Dateigröße. Der Download einer 100 MB großen Präsentation verbraucht folglich auch 100 MB Ihres Datenvolumens.
Während einfache Text-E-Mails nur wenige Kilobyte (KB) benötigen, treiben Anhänge wie PDFs, Bilder oder Präsentationen den Datenverbrauch schnell in die Höhe. Bei hohem E-Mail-Aufkommen kann sich das bereits über einen Arbeitstag spürbar summieren. Nutzen Sie zusätzlich Cloud-Dienste für den Datenaustausch, können schnell mehrere GB pro Monat zusammenkommen.
Viele Apps aktualisieren Inhalte automatisch im Hintergrund, um diese schneller bereitzustellen. In den Einstellungen können Sie festlegen, dass solche Aktualisierungen nur über WLAN erfolgen dürfen. Auch automatische Updates für das Betriebssystem oder einzelne Apps können Sie auf WLAN-Verbindungen beschränken.
Sowohl Android-Smartphones als auch iPhones bieten integrierte Tools, um den Datenverbrauch zu kontrollieren. Hier können Sie sehen, welche aktiv genutzten Apps und Hintergrundprozesse am meisten Datenvolumen aufzehren.
Unter Android finden Sie die entsprechenden Informationen hier:
Hier listet das System detailliert auf, welche App in einem bestimmten Zeitraum wie viel verbraucht hat. Besonders praktisch: Sie können hier ein Datenlimit festlegen. Ist dieses erreicht, warnt das Smartphone Sie.
Um den Datenverbrauch auf Ihrem iPhone einzusehen, folgen Sie diesen Schritten:
iOS zeigt Ihnen hier den Verbrauch für den aktuellen Zeitraum an. Wichtig zu wissen: Dieser Zeitraum setzt sich nicht automatisch am Ersten des Monats zurück. Klicken Sie ganz unten in der Liste auf „Statistiken zurücksetzen“, um eine neue Kontrollphase zu starten.
Für Unternehmen gibt es zentralisierte Verwaltungslösungen für die Mobilfunktarife der Belegschaft. Mit einem solchen Mobile Asset Manager können Sie u. a. alle Tarifdetails einsehen, freie Rufnummern zuteilen und den Roll-out beschleunigen.
Nach einem anstrengenden Arbeitstag im Hotel oder während einer langen Zugfahrt kann das Diensthandy der Unterhaltung dienen.
Dabei benötigt Video-Streaming am meisten Datenvolumen. Bei Anbietern wie Netflix oder YouTube hängt der Verbrauch stark von der gewählten Qualität ab:
Social-Media-Apps wie TikTok oder Instagram sind darauf ausgelegt, Inhalte möglichst nahtlos abzuspielen. Dafür laden sie Videos, Reels oder Stories bereits im Hintergrund vor, während Sie noch den aktuellen Inhalt ansehen. Das führt zu einem hohen Datenverbrauch:
Musik-Streaming über Dienste wie Spotify ist im Vergleich deutlich datenärmer. In der Standard-Qualität verbrauchen Sie etwa 40 MB bis 50 MB pro Stunde. Wählen Sie die höchste Qualitätsstufe, steigert sich der Bedarf auf ca. 150 MB pro Stunde. Allerdings bieten viele Online-Dienste einen Datensparmodus an, der die Bitrate automatisch reduziert und so den Datenverbrauch senkt.
Wer beruflich viel unterwegs ist, nutzt häufig das Firmenhandy, um auch andere Geräte per Hotspot oder Tethering mit Daten zu versorgen. Betriebssysteme wie Windows oder macOS führen aber auch dabei datenintensive Hintergrundprozesse aus – etwa System-Updates, die Synchronisierung von Cloud-Speichern oder das automatische Herunterladen von E-Mail-Anhängen.
Mit den passenden Mobilfunktarifen stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeitenden ausreichend Datenvolumen für ihren Arbeitsalltag zur Verfügung haben – ohne unnötige Mehrkosten:
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Nutzen Sie die Offline-Funktionen Ihrer Software-Anwendungen. Laden Sie Präsentationen, Kartenmaterial bei Google Maps und sonstiges vorab im WLAN herunter. Speichern Sie die Daten auf dem Gerät und synchronisieren Sie diese, wenn Sie wieder mit dem WLAN verbunden sind.
Im beruflichen Umfeld benötigen Videokonferenzen oft das meiste Datenvolumen. Sie werden in der Regel nur von Streaming in hoher Qualität übertroffen, das eher dem Privaten zuzuordnen ist. App- und System-Updates im Hintergrund können ebenfalls mehrere hundert MB an Daten verbrauchen.
In diesem Fall greift in der Regel die Drosselung Ihres Providers. Die Geschwindigkeit sinkt dann auf 32 Kbit/s oder 64 Kbit/s. Damit lassen sich lediglich noch einfache Textnachrichten über Messenger-Dienste versenden. Das Laden von Webseiten ist dann sehr langwierig und die Teilnahme an Videokonferenzen technisch nicht mehr möglich. Hier hilft das Nachbuchen von Datenvolumen oder ein größerer Tarif.
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